120 Viehbetriebe in Panama haben 600 Hektar Weide auf Baum-Weide-Systeme umgestellt
Natur und Umwelt ·
Im Einzugsgebiet des Río Santa María in Panama haben 120 Viehbetriebe 600 Hektar Weideland auf silvopastorale Systeme umgestellt, also auf Weide mit Bäumen. Finanziert wurde das aus einem Programm des Adaptation Fund. Für den Kaffee im Oberlauf war zusätzlich ein Agroforst-Projekt über 200 Hektar angesetzt.
Der Adaptation Fund finanzierte in Panama ein Programm zur Klimaanpassung durch integriertes Wasserressourcen-Management. Nationale Durchführungsstelle war die Fundación Natura, die 9.856.591 US-Dollar aus dem Fonds und 1.417.402 US-Dollar Eigenanteil der ausführenden Stellen nennt. Gearbeitet wurde in zwei Einzugsgebieten, am Río Chiriquí Viejo und am Río Santa María.
Im mittleren und unteren Santa-María-Einzugsgebiet stellten 120 Betriebe 600 Hektar auf silvopastorale Systeme um, also auf Weide mit Bäumen: kleine Weideparzellen mit Rotation, lebende Zäune, einheimische Holzarten, verbesserte Viehtränken und Futterbänke. ELTI an der Yale School of the Environment beschreibt dieses Vorhaben als das größte seiner Art, das bislang in Panama umgesetzt wurde.
Für den Kaffee im Oberlauf des Santa María lief von August 2019 bis Dezember 2022 ein eigenes Projekt, das 200 Hektar Agroforst und mindestens 40 Betriebspläne vorsah. Sein Budget betrug 1.486.358 Balboa.
Silvopastorale Systeme verbinden Weide und Baumbestand auf derselben Fläche. Bemerkenswert ist hier der Umfang, 600 Hektar auf 120 Betrieben, nach Darstellung von ELTI das bislang größte Vorhaben dieser Art in Panama. Programmweit kamen 225 Hektar Agroforstsysteme, 50 Regenwasser-Speichersysteme und über 40 agrarmeteorologische und hydrologische Stationen hinzu.
Was die Umstellung gebracht hat, ist nicht belegt. Veröffentlicht sind Flächen, Maßnahmen und Fördersummen, aber keine Ertrags-, Wasser- oder Einkommensreihen vor und nach dem Umbau. Die 200 Hektar Kaffee-Agroforst sind ein Projektziel, eine geprüfte Abschlusszahl liegt nicht vor. Der Umbau war auch keine Leistung der Betriebe allein, sondern Teil eines mit Millionen finanzierten Programms mit begrenzter Laufzeit; ob die Praktiken danach fortgeführt werden, ist nicht belegt.