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Mit 54 Jahren sieht Schimpanse Pierre nach einer Staroperation wieder

Natur und Umwelt ·

Illustration zur Meldung: Mit 54 Jahren sieht Schimpanse Pierre nach einer Staroperation wieder
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Pierre lebt in der größten Schimpansen-Auffangstation der Welt und war innerhalb eines Jahres durch Grauen Star vollständig erblindet. Monatelang übte das Team mit ihm, die Augen freiwillig hinzuhalten. Nach der Operation reagierte er schon Stunden später auf eine vertraute Pflegerin.

Pierre ist nach Angaben von Chimp Haven am 1. Januar 1972 geboren und damit 54 Jahre alt. Chimp Haven in Louisiana ist die größte Schimpansen-Auffangstation der Welt.

Im Lauf eines einzigen Jahres erblindete er durch den Grauen Star vollständig.

Die Vorbereitung dauerte Monate. Das Pflegeteam trainierte mit ihm, seine Augen freiwillig hinzuhalten: für die Untersuchung vorher und für die Nachsorge danach, bei der über Wochen Tropfen gegeben werden müssen.

Operiert hat ein Fachtierarzt für Augenheilkunde. Es war die erste Staroperation an einem Bewohner in der Geschichte der Station.

Schon Stunden nach dem Eingriff reagierte Pierre sichtbar auf eine Pflegerin, die er seit Jahren kennt. Innerhalb weniger Tage kehrte er in seine Gruppe zurück.

Einordnung

Der eigentliche Aufwand steckt nicht in der Operation, sondern in den Monaten davor. Ein Schimpanse lässt sich nicht erklären, warum er stillhalten soll. Dass er lernt, das Auge freiwillig hinzuhalten, ist die Voraussetzung dafür, dass so ein Eingriff überhaupt verantwortbar ist, und erst recht für die Nachsorge.

Drei Einschränkungen gehören dazu. Ein Operationsdatum ist nicht belegt, sicher ist nur: vor dem 17. September 2026. Wiederhergestellt ist brauchbares Sehen, nicht die Sehschärfe von früher. Und „erste Operation dieser Art" gilt für diese Station, nicht weltweit.

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