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Der Aachener Erfinder der Impella-Herzpumpe bekommt den Werner-von-Siemens-Ring

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Der Aachener Erfinder Dr. Thorsten Sieß erhält den 43. Werner-von-Siemens-Ring, für die Entwicklung und industrielle Herstellung der Impella-Herzpumpe. Die Impella ist eine Katheterpumpe, die ein geschwächtes Herz bei akuter Herzschwäche zeitweise entlastet, damit es sich erholen kann.

Dr. Thorsten Sieß bekommt den 43. Werner-von-Siemens-Ring. Das hat die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring am 8. Oktober 2026 bekanntgegeben. Ausgezeichnet wird Sieß für die Entwicklung und industrielle Herstellung der Impella-Herzpumpe. Der Ring wird seit 1916 vergeben und ist seit 2024 mit 100.000 Euro dotiert.

Die Impella ist eine Katheterpumpe. Sie wird minimalinvasiv eingeführt, also über einen kleinen Zugang statt durch eine große Operation, und entlastet ein geschwächtes Herz bei akuter Herzschwäche für eine gewisse Zeit, damit es sich erholen kann. Eingesetzt wird sie in der Notfallmedizin und bei komplexen Herzkatheter-Eingriffen. Ihr Laufrad, der sogenannte Impeller, hat nur wenige Millimeter Durchmesser.

Die Entwicklung begann Anfang der 1990er Jahre mit Sieß' Promotion am Helmholtz-Institut der RWTH Aachen. 1997 gründete er die Firma Impella Cardiotechnik, 1999 wurde in Leuven die erste Patientin mit der Pumpe behandelt. 2005 kaufte Abiomed die Firma, 2022 übernahm Johnson & Johnson Abiomed. Sieß ist heute Technikchef (CTO) der Sparte Heart Recovery von Johnson & Johnson MedTech.

Gebaut wird die Pumpe in Aachen, laut Unternehmen mehr als 700 Stück pro Woche. Weltweit wurden nach Angaben des Herstellers mehr als 400.000 Menschen damit behandelt. Für Sieß ist es nicht die erste Ehrung: 2025 erhielt er bereits den Aachener Ingenieurpreis.

Einordnung

Die Impella ist keine Neuheit, sie wird seit 1999 eingesetzt; die Nachricht ist die Auszeichnung. Die Pumpe unterstützt das Herz zeitweise, sie ersetzt kein Herz und heilt keine Herzschwäche.

Die Zahlen zu Behandelten und Produktion stammen vom Hersteller, für den Sieß selbst arbeitet; die 400.000 Behandelten nannte Johnson & Johnson schon im Oktober 2024. Bekanntgegeben ist bisher nur die Vergabe, wann und wo der Ring überreicht wird, hat die Stiftung nicht mitgeteilt.

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