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Aachener Villa des Schokoladenfabrikanten Monheim vor dem Verfall gerettet und ausgezeichnet

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Bild nach einem Foto von ArthurMcGill (Wikimedia Commons, CC BY 3.0), mit KI verändert

Die Villa Monheim in Aachen, die nach zwölf Jahren Leerstand verfiel, wird nach ihrer Rettung mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet. Die Architektin Jenna Prahl und ihr Mann Robert haben die Sommerresidenz des Schokoladenfabrikanten Leonard Monheim mit mehr als 30 Handwerksbetrieben saniert.

Die Villa Monheim auf der Hörn in Aachen wird mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet. Die Architektin Jenna Prahl und ihr Mann Robert haben das Haus gekauft und saniert, mehr als 30 Handwerksbetriebe waren beteiligt. Dafür ist die Familie von Mallorca nach Aachen gezogen und lebt dort heute mit ihren Kindern.

Gebaut hat die Villa der Aachener Schokoladenfabrikant Leonard Monheim im Jahr 1873, als Sommerresidenz vor den Toren der Stadt. Später nutzte die RWTH das Haus jahrzehntelang als Elektrotechnik-Institut. Raufaser und Linoleum verdeckten in dieser Zeit die Wandverzierungen und die Fliesen aus der Gründerzeit, in den 1970er-Jahren wurde die Loggia, ein zur Seite offener Raum, für Büros zugemauert. Anfang der 1980er-Jahre kam die Villa als eines der ersten Gebäude in NRW unter Denkmalschutz. Nach zwölf Jahren Leerstand verfiel sie trotzdem.

Jenna Prahl beschreibt ihren Anspruch so: „Meine Arbeit ist gelungen, wenn man sie nicht sieht.“ Im Garten steht eine etwa 150 Jahre alte Blutbuche, die Leonard Monheim selbst gepflanzt hat. Die Blutbuche ist ein Naturdenkmal und leidet an Pilzbefall.

Den Bundespreis vergeben die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Zentralverband des Deutschen Handwerks seit 1994 jedes Jahr in zwei Bundesländern, 2026 in NRW und Bremen. In NRW wurden etwa ein Dutzend Sanierungen geehrt, zusammen mit 30.000 Euro. Bekanntgeben sollte die Auszeichnungen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Abend des 13. Oktober 2026.

Einordnung

Welche Stufe des Preises die Villa erhält, ist nicht bekannt. Die 30.000 Euro verteilen sich auf alle geehrten Sanierungen in NRW, sie gehen nicht an die Villa allein. Was die Sanierung gekostet hat, wurde nicht bekannt gegeben.

Die Villa ist heute das Privathaus der Familie Prahl. Der Name „Schokoladen-Villa“ ist ein Spitzname; der Schokoladenfabrikant Monheim ließ sie als Sommerresidenz bauen.

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