Acht vor Bränden gerettete Orang-Utans auf Borneo wieder im Wald freigelassen
Natur und Umwelt ·
Acht Orang-Utans, die im September aus abgebrannten Gebieten auf Borneo gerettet worden waren, leben wieder im Wald. Indonesiens Forstministerium und die Stiftung YIARI brachten die Tiere Anfang Oktober in den Schutzwald Batu Nyambu in der Provinz Westkalimantan.
Acht Borneo-Orang-Utans sind Anfang Oktober 2026 in den Schutzwald Batu Nyambu im Bezirk Ketapang in der indonesischen Provinz Westkalimantan gebracht und dort freigelassen worden. Es sind drei Mütter mit Jungtieren und zwei junge Männchen. Das Schutzgebiet umfasst rund 23.000 Hektar Primär- und Sekundärwald, also ursprünglichen Wald und Wald, der nach einer Störung nachgewachsen ist.
Gerettet worden waren die Tiere im September aus abgebrannten Gebieten in den Bezirken Ketapang und Nord-Kayong, meist von Plantagen nahe ihrem Wald. Mama Man und Man wurden am 3. September aus Tempurukan geholt, Mama Lifa und Lifa am 18. September von einer nur 400 Quadratmeter großen Akazienfläche zwischen Ölpalmen.
Die Freilassung führten Indonesiens Forstministerium und die Stiftung YIARI durch, die auch International Animal Rescue Indonesia heißt. Vorher wurden die Orang-Utans im YIARI-Zentrum in Sungai Awan in Ketapang versorgt. Laut YIARI hatten die Tiere keine Brandwunden oder Knochenbrüche, waren aber unterernährt und ausgetrocknet.
Der Weg zum Freilassungsort dauerte rund sechs Stunden über Land, eine Stunde mit dem Boot und zwei Stunden zu Fuß. Die Tiere wurden nacheinander an Stellen freigelassen, die etwa 80 Meter auseinanderlagen. Zwischen August und dem 9. Oktober wurden in Westkalimantan insgesamt 46 Orang-Utans vor den Bränden gerettet.
Die Brände sind nicht vorbei. Ein gerettetes Männchen namens Sampurna starb Stunden nach seiner Rettung, und mehrere Tiere werden noch behandelt. Für die acht freigelassenen Orang-Utans ist es ein guter Ausgang, für die Orang-Utans der Region ist die Gefahr nicht vorüber.
Das genaue Datum der Freilassung wird unterschiedlich angegeben, als 8. oder als 9. Oktober.