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Im Archiv des Röntgenteleskops Chandra stecken 84 Quellen einer bisher übersehenen Art

Universum und Raumfahrt ·

Ein Team der University of Alabama hat im frei zugänglichen Chandra-Archiv 84 punktförmige Röntgenquellen gefunden, die fast ihre gesamte Strahlung unterhalb von 0,3 Kiloelektronenvolt abgeben und bei höheren Energien verschwinden. Sie verteilen sich auf sechs Galaxien, darunter Andromeda und die Feuerrad-Galaxie. Die hellsten gehören zu den energiereichsten Objekten ihrer Galaxie.

Ein Team um Mustafa Muhibullah von der University of Alabama hat im frei zugänglichen Archiv des Röntgenteleskops Chandra 84 punktförmige Quellen einer bisher übersehenen Art gefunden. Die Arbeit erschien am 9. September 2026 in Nature Astronomy; Koautoren sind Jimmy Irwin von derselben Universität und Rosanne Di Stefano vom Center for Astrophysics, Harvard & Smithsonian.

Die Autoren nennen sie hypersoft X-ray sources, zu deutsch überweiche Röntgenquellen, weil ihre Strahlung überwiegend oder ausschließlich unterhalb von 0,3 Kiloelektronenvolt liegt. Gefunden wurden sie, weil sie bei den niedrigsten Röntgenenergien auftauchen und bei höheren wieder verschwinden. Die hellsten strahlen nahe 10 hoch 38 erg pro Sekunde.

Die 84 Quellen verteilen sich auf sechs Galaxien: die Spiralgalaxien M31, die Andromedagalaxie, und M101, die Feuerrad-Galaxie, sowie vier elliptische. Ein von der NASA am 22. September 2026 veröffentlichtes Bild zeigt M101 in rund 21 Millionen Lichtjahren Entfernung.

Einordnung

Als Erklärung halten die Autoren Materie für wahrscheinlich, die von einem Begleitstern auf einen Weißen Zwerg, einen Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch strömt. Sie sehen zwei Anknüpfungspunkte: die lange gesuchten Vorläufersysteme von Supernovae des Typs Ia und eine bislang fehlende Quelle, die Gas innerhalb von Galaxien ionisiert.

Beides ist ausdrücklich ein Vorschlag, nichts davon ist nachgewiesen. Die starke Ultraviolettstrahlung, die den größten Teil der Gesamtleistung ausmachen soll, ist nicht gemessen, sondern aus den Röntgenspektren modelliert. Eine neue Art von Himmelskörper ist hier nicht entdeckt worden; offen ist, welches bekannte kompakte Objekt im Einzelfall strahlt. Wie sich die 84 Quellen auf die sechs Galaxien verteilen, nennt keine der geprüften Quellen.

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