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Ein Band am Oberschenkel soll Parkinson-Kranken helfen, wenn die Füße mitten im Schritt stehenbleiben

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Illustration zur Meldung: Ein Band am Oberschenkel soll Parkinson-Kranken helfen, wenn die Füße mitten im Schritt stehenbleiben
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Ein Ingenieur aus Mumbai hat ein tragbares Gerät gegen das sogenannte Einfrieren beim Gehen entwickelt. Zwei erste Studien zeigen eine deutliche Wirkung. An der größeren war der Erfinder selbst beteiligt, und sie ist noch nicht von Fachleuten begutachtet.

Viele Menschen mit Parkinson kennen den Moment: Mitten im Gehen bleiben die Füße am Boden haften, obwohl der Kopf weitergehen will. Fachleute nennen das Einfrieren des Gangs.

Der Ingenieur Amey Desai hat dagegen ein Gerät namens WALK entwickelt. Den Anstoß gab die Parkinson-Erkrankung seines Großvaters. Seine Firma Lifespark Technologies hat er 2018 in Mumbai gegründet, hervorgegangen aus dem Gründerzentrum der Technischen Hochschule IIT Bombay.

WALK ist ein Stoffband, das am Oberschenkel getragen wird. Es erkennt, wenn die Bewegung stockt, und gibt über Vibration einen Reiz an die Muskeln, der den nächsten Schritt wieder auslösen soll.

In einer Pilotstudie mit 20 Patienten, veröffentlicht im August 2026 in der Fachzeitschrift Neurology India, sank die Schwere des Einfrierens in einer einzigen Sitzung im Schnitt um 10,2 Punkte auf der verwendeten Skala. Als für Patienten spürbarer Unterschied gelten 4,3 Punkte. Gemessen wurde ohne die Wirkung der Parkinson-Medikamente, Nebenwirkungen traten nicht auf.

Eine zweite, größere Studie mit 40 Patienten verglich das Gerät über 16 Wochen mit einem wirkungslosen Scheingerät. In der Gruppe mit dem echten Gerät verbesserte sich der Wert um 9,2 Punkte, ein Teil der Verbesserung blieb auch ohne Gerät erhalten.

In Indien ist WALK als Medizinprodukt zugelassen und kostet rund 36 000 Rupien.

Einordnung

Die Ergebnisse sind ermutigend, mehr noch nicht. Drei Einschränkungen gehören dazu.

Die Gruppen sind klein. Zwanzig und vierzig Patienten reichen, um eine Wirkung zu sehen, nicht aber, um sie sicher zu belegen. Die Pilotstudie hat zudem nur eine einzige Sitzung gemessen, über den Alltag sagt sie wenig.

Nur die kleine Studie ist bisher von unabhängigen Fachleuten begutachtet veröffentlicht. Die größere liegt als Vorabdruck vor, diese Prüfung steht bei ihr noch aus.

Und an der größeren Studie sind die Entwickler selbst beteiligt. Amey Desai ist Mitautor, eine weitere Autorin arbeitet für seine Firma, und der beteiligte Forscher der Universität Leeds berät sie. Das ist offengelegt und bei der Entwicklung von Medizinprodukten verbreitet. Es bedeutet aber, dass unabhängige Untersuchungen noch ausstehen, bevor man sagen kann, was das Gerät im Alltag leistet.

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