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In Colorado bauen Menschen Biberdämme nach, damit die Biber sie übernehmen

Natur und Umwelt ·

Niedrige Dämme aus Holz, Zweigen und Schlamm halten das Wasser im Tal. Gebaut werden sie von Menschen — einziehen sollen die Biber.

In Colorado werden sogenannte Beaver Dam Analogs gebaut: niedrige Dämme aus Holz, Zweigen und Schlamm, die einem Biberdamm nachempfunden sind. Sie halten Hochwasser zurück, sichern den Abfluss in Trockenzeiten, verbessern Wasserqualität und Lebensraum und senken die Waldbrandgefahr.

Am Soda Creek südlich von Keystone sollen mehr als hundert solche Dämme entstehen, damit sich das Wasser wieder in der Talsohle verteilt. Die Verkehrsbehörde Colorados hat acht Nachbauten am East Plum Creek und sieben am Carpenter Creek gebaut, beide an der Interstate 25; die Untersuchung dazu läuft bis zum 30. Dezember 2026.

Colorado Parks and Wildlife verbindet die Nachbauten mit dem gezielten Umsetzen von Bibern, damit die Tiere die Dämme übernehmen und weiterbauen. Die University of Georgia hat zusammen mit der Walton Family Foundation Nutzen und Kosten solcher Dämme im Einzugsgebiet des Colorado River bewertet.

Einordnung

Die Dämme bauen überwiegend Menschen, nicht Biber. Genau darin liegt der Reiz: Menschen machen den Bibern die Arbeit vor, und die Tiere ziehen dann ein. Wer sagt, Biber retteten die Bäche, erzählt etwas anderes als das, was geschieht.

Ob die Bäche deshalb wieder ganzjährig Wasser führen, ließ sich nicht unabhängig belegen; dieser Satz steht hier deshalb nicht. Die Untersuchung der Verkehrsbehörde läuft noch bis Ende 2026, Ergebnisse stehen aus.

Und Biber sind nicht überall willkommen. Sie stauen auch Straßen und Felder.

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