Die Entdeckung des Jocotoco-Ameisenpittas 1997 führte zur Gründung der Fundación Jocotoco
Natur und Umwelt ·
Am 20. November 1997 hörte eine Gruppe um den Ornithologen Robert Ridgely im Süden Ecuadors einen unbekannten Vogelruf. 1999 wurde die Art als Grallaria ridgelyi beschrieben, nach eigener Angabe bereits 1998 gründete sich die Fundación Jocotoco, um sie und ihren Lebensraum zu schützen. Gerettet ist der Vogel nicht.
Am 20. November 1997 hörte eine Gruppe um den US-Ornithologen Robert Ridgely bei Quebrada Honda unterhalb des Cerro Tapichalaca im Süden Ecuadors einen unbekannten Vogelruf. Als Ridgely seine Aufnahme abspielte, kam der Vogel aus dem Bambus heraus.
1999 wurde die Art in der Zeitschrift The Auk erstbeschrieben. Ihr wissenschaftlicher Name Grallaria ridgelyi ehrt den Entdecker, der Name Jocotoco stammt von den Bauern der Gegend, die den Vogel so nannten.
Die Fundación Jocotoco entstand nach eigener Angabe 1998, um den neu entdeckten Vogel und seinen Lebensraum zu schützen. Ihr erstes Schutzgebiet ist Tapichalaca, das BirdLife als rund 35 Quadratkilometer großes, nach der Entdeckung gekauftes Gebiet führt.
Ein einzelner Vogelfund wurde zum Ausgangspunkt eines Netzes privater Reservate. Nach Darstellung des Guardian vom 13. September 2026 betreut die Stiftung heute 19 Reservate mit rund 50.000 Hektar und verwaltet weitere rund 82.000 Hektar privat und gemeinschaftlich gehaltenes Land.
Diese Zahlen stammen allein aus diesem Bericht, ältere Quellen nennen 11, 12 oder 16 Reservate. Der Ameisenpitta selbst ist nicht gerettet. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt ihn seit 2000 unverändert als stark gefährdet, der Bestand wird auf 480 bis 600 geschlechtsreife Tiere geschätzt und nimmt weiter ab, als anhaltende Bedrohungen gelten Holzeinschlag, Waldzerstörung und Goldbergbau. Ecuadors staatliche Schutzgebiete sind älter als die Stiftung und decken nach Angabe der Stiftung rund 20 Prozent der Landfläche ab.