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Erster Weltmädchenindex: Die Gesundheit von Mädchen hat sich in 178 von 192 Ländern verbessert

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Bild aus der Folge, mit KI erzeugt

In 178 von 192 Ländern ist die Gesundheit von Mädchen zwischen 2000 und 2023 besser geworden, das zeigt der erste Weltmädchenindex. Die Sterblichkeit von Mädchen zwischen 5 und 19 Jahren hat sich in dieser Zeit mehr als halbiert.

Die Gesundheit von Mädchen hat sich in 178 von 192 Ländern verbessert. Das ist ein Ergebnis des ersten Weltmädchenindex, den die Hilfsorganisation Plan International Deutschland und das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum am 8. Oktober 2026 vorgestellt haben. Ausgewertet wurden Daten aus 192 Ländern aus den Jahren 2000 bis 2023, sie betreffen gut 971 Millionen Mädchen zwischen 5 und 19 Jahren. Schwerpunkt dieser ersten Ausgabe ist die Gesundheit.

Die Sterblichkeit hat sich mehr als halbiert: Im Jahr 2000 starb im Schnitt etwa jedes 800. Mädchen, 2023 etwa jedes 1.700. Auch Geburten bei Mädchen sind um etwa ein Drittel seltener geworden, von etwa jedem 31. auf etwa jedes 48. Mädchen.

Der weltweite Indexwert stieg von 45,16 auf 51,07 Punkte. Am größten waren die Fortschritte in Afrika südlich der Sahara und in Südasien. Der Index setzt sich aus fünf Kennzahlen zusammen: Sterblichkeit, Blutarmut, Geburten, Müttersterblichkeit sowie sexuell übertragbare Infektionen und HIV.

Die Auswertung zeigt auch, wo es fehlt. Rund 290 Millionen Mädchen, fast jedes dritte, leben in Ländern mit niedriger oder sehr niedriger Mädchengesundheit. Fast fünf Mädchen sterben pro Stunde an den Folgen von Schwangerschaft oder Geburt. Seit der Corona-Pandemie wächst außerdem die Ungleichheit zwischen den Ländern wieder: Der Abstand war 2020 und 2021 am kleinsten und nahm 2022 deutlich zu.

Einordnung

Der Index ist eine Auswertung von Länderdaten der Jahre 2000 bis 2023, neuere Zahlen enthält er nicht. Er erfasst Mädchen von 5 bis 19 Jahren, keine jungen Frauen, und beruht auf nur fünf Kennzahlen; psychische Gesundheit, Impfungen und der Zugang zur Versorgung fehlen, weil es dafür zu wenige Daten gibt. Bei der Müttersterblichkeit von Mädchen gab es kaum Fortschritt, der Wert stieg nur um 0,72 Punkte.

Mitherausgeber ist Plan International, eine Hilfsorganisation, die Spenden für Mädchen sammelt. Die Auswertung stammt vom Bochumer Institut IFHV, das auch den WeltRisikoBericht und den Welthunger-Index erstellt.

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