Aus aller Welt

Der ESA-Satellit FLEX ist gestartet und soll weltweit das Leuchten von Pflanzen messen

Natur und Umwelt ·

Am 15. September 2026 ist der Satellit FLEX der ESA vom Weltraumbahnhof Kourou gestartet. Er soll das schwache Leuchten messen, das Pflanzen bei der Photosynthese abgeben, nach Angabe der ESA als erste Mission weltweit aus dem All. Vor dem Messbetrieb steht eine dreimonatige Inbetriebnahme.

Am 15. September 2026 um 3.21 Uhr MESZ startete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana eine Vega-C-Rakete mit zwei Satelliten an Bord, dem ESA-Satelliten FLEX und dem EU-Erdbeobachtungssatelliten Copernicus Sentinel-3C. Sentinel-3C wurde zuerst ausgesetzt, FLEX rund eine Stunde später. Das ESA-Kontrollzentrum ESOC in Deutschland empfing von beiden das erste Signal.

FLEX ist die achte Earth-Explorer-Mission der ESA. Sein Instrument FLORIS misst die Fluoreszenz, also das schwache Leuchten, das Pflanzen bei der Photosynthese abgeben. Geplant sind globale Karten mit einer Auflösung von 300 mal 300 Metern.

Der Satellit fliegt in 814 Kilometern Höhe und wiederholt seine Bahn alle 27 Tage. Die ESA rechnet mit dreieinhalb Jahren Betrieb nach einer dreimonatigen Inbetriebnahmephase.

Einordnung

Die Photosynthese ließ sich großflächig bisher nicht direkt messen, so formuliert es die ESA. FLEX misst deshalb nicht die Photosynthese selbst, sondern die Fluoreszenz der Vegetation als deren Anzeiger, nach Angabe der ESA als erste Mission weltweit aus dem All. Gebaut wurde der Satellit von Thales Alenia Space in Frankreich, das Instrument stammt von Leonardo in Italien.

Daten gibt es noch keine. Nach dem Start läuft zunächst die frühe Bahnphase, in der die Kontrolleure Zustand und Leistung prüfen, danach eine dreimonatige Inbetriebnahme. Einen belegten Termin für die ersten Messergebnisse gibt es nicht. Lückenlos oder in Echtzeit wird die Pflanzendecke auch später nicht erfasst, belegt sind globale Fluoreszenzkarten und ein Wiederholzyklus von 27 Tagen.

Weitersagen WhatsApp