Eine Gründerin in Benin macht aus Palmkernschalen Brennstoff, der länger brennt und weniger kostet als Holzkohle
Technik und Energie ·
In Porto-Novo stellt die Organisation Gbobètô Briketts aus Resten der Landwirtschaft her. Die Briketts ersetzen beim Kochen die Holzkohle, kosten weniger und brennen länger. Gegründet wurde die Organisation 2018 von Naomi Fagla Medegan.
Naomi Fagla Medegan hat 2018 in Porto-Novo, der Hauptstadt Benins, die Organisation Gbobètô gegründet. Ihr Ziel: aus Abfällen Arbeit und Einkommen zu machen und die Stadt dabei sauberer.
Gbobètô stellt Briketts zum Kochen her, verkauft unter dem Namen Alafia. Sie bestehen zu 70 Prozent aus verkohlten Palmkernschalen und zu 20 Prozent aus Reisspelzen, gebunden mit Stärke aus Maniok. Die Rohstoffe sind Reste aus der Landwirtschaft und kommen von fünf bäuerlichen Genossenschaften.
Für die Haushalte rechnet sich der Wechsel. Ein Kilogramm Briketts kostet etwa so viel wie 700 Gramm herkömmliche Holzkohle und brennt 15 bis 25 Minuten länger.
Die Behörde für Abfallwirtschaft in Benin hat die Arbeit von Gbobètô offiziell anerkannt.
Der Kern ist ein doppelter Nutzen. Aus Resten der Landwirtschaft wird ein Brennstoff, und dieser Brennstoff ersetzt Holzkohle, für die Bäume gefällt werden. Dazu entstehen Arbeitsplätze in der Region, von den Genossenschaften bis zur Herstellung.
Neu ist das nicht. Gbobètô arbeitet seit 2018, über die Organisation wurde schon 2021 berichtet. Es ist einer der Fortschritte, die ohne Schlagzeile vorankommen, Jahr für Jahr.