Heidelberg baut einen Wohnpark aus 36 Tiny Houses auf einer brachliegenden städtischen Wiese
Gesellschaft ·
In Heidelberg-Kirchheim entstehen auf einer bisher unbebauten städtischen Wiese 36 Tiny Houses, kleine vorgefertigte Wohnhäuser, für etwa 80 bis 90 Menschen. 19 der Wohnmodule stehen schon, einziehen sollen die ersten Bewohner nach aktueller Planung ab Januar 2027.
Auf einer bisher unbebauten städtischen Wiese in Heidelberg-Kirchheim entsteht ein Wohnpark aus 36 Tiny Houses. Am Harbigweg sollen auf rund 2.800 Quadratmetern etwa 80 bis 90 Menschen wohnen, berichtet das ZDF. Tiny Houses sind sehr kleine Wohnhäuser, hier sind es vorgefertigte Wohnmodule. Bis Ende September 2026 standen 19 davon, weitere, darunter zwei Wohngemeinschaften, folgen im November. Der Spatenstich war im Dezember 2025.
Die Wohnungen sind klein: Es gibt Zwei-Zimmer-Einheiten mit 26 und 33 Quadratmetern, Eckbungalows mit 41 Quadratmetern und Einheiten für Wohngemeinschaften. Die Warmmiete enthält Strom, Heizung, Wasser und Instandhaltung. Sie liegt laut Stadt bei etwa 900 Euro für eine WG-Einheit bis etwa 1.600 Euro für einen Eckbungalow mit Garten, das ZDF nennt 920 bis 1.600 Euro. Geplant sind außerdem ein Gemeinschaftsgarten, ein Waschraum und gemeinsame Flächen. Am 14. Oktober 2026 können Interessierte das Gelände besichtigen.
Entwickelt wird das Projekt von Fabian Müller und seiner Tiny Park GbR. Die Stadt verpachtet die Fläche für etwa zehn Jahre. Danach sollen dort mehrgeschossige Wohnhäuser entstehen, und die Module sollen an einem anderen Ort wiederverwendet werden.
Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) sagte dem ZDF: „Wir brauchen mehr Wohnraum, Wohnraum, Wohnraum.“
Noch wohnt niemand im Wohnpark. Einziehen sollen die ersten Bewohner nach aktueller Planung ab Januar 2027; der Termin wurde schon einmal verschoben, zuvor war von Ende 2026 die Rede. Die Siedlung ist eine Zwischennutzung für etwa zehn Jahre, keine dauerhafte Lösung.
Günstig sind die Mieten nicht: 900 bis 1.600 Euro warm für 26 bis 41 Quadratmeter. Die Stadt sagt, die Mieten orientierten sich an der ortsüblichen Miete für kleine Wohnungen. Ein Heidelberger Einzelfall ist das Projekt nicht, bundesweit gibt es etwa 40 bis 50 vergleichbare; ein Vertreter des Städtetags nennt Tiny Houses im ZDF ein Nischenprodukt.