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Indien entlässt erstmals zwei gezüchtete Indische Großtrappen in die Wildnis

Natur und Umwelt ·

Indien hat am 4. Oktober 2026 zum ersten Mal zwei Vögel aus seinem Zuchtprogramm für die Indische Großtrappe in die Wildnis entlassen. Von dieser vom Aussterben bedrohten Vogelart leben in freier Wildbahn weniger als 150 Tiere.

Am 4. Oktober 2026 hat Indiens Umweltminister Bhupender Yadav zwei männliche Indische Großtrappen im Desert National Park bei Sam freigelassen, nahe Jaisalmer im Bundesstaat Rajasthan. Beide Vögel sind in Gefangenschaft aufgezogen worden. Es sind die ersten Großtrappen aus dem Zuchtprogramm, die in die Wildnis kamen. Das Ministerium spricht nach rund zehn Jahren Arbeit vom Übergang vom Aufbau einer Zuchtpopulation zur Auswilderung. Die Freilassung gilt als Pilot für künftige Auswilderungen.

Die Indische Großtrappe, englisch Great Indian Bustard, gilt laut der Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht. In freier Wildbahn leben weniger als 150 Tiere.

Die Zuchtstationen in Sam und Ramdevra beherbergen 97 Vögel. 40 davon stammen aus Eiern, die in wilden Nestern gefunden wurden, 57 sind in Gefangenschaft geschlüpft. 86 Vögel bleiben für die Zucht, 11 sind für die Auswilderung vorgesehen. Der Nachwuchs wächst: 2025 schlüpften in Gefangenschaft 24 Küken, 2026 waren es 29.

Getragen wird das Programm vom indischen Umweltministerium, der Forstbehörde von Rajasthan und dem Wildlife Institute of India. Technische Hilfe kommt vom International Fund for Houbara Conservation. Im Park gibt es rund 200 Quadratkilometer eingezäunte Graslandflächen.

Einordnung

Es sind nur zwei Vögel. Die zuständige Tierärztin rechnet mit hoher Sterblichkeit, ob die Auswilderung gelingt, ist offen. Die Freilassung ist ein Anfang, noch kein Erfolg.

Frühere Meldungen nannten zehn Vögel und andere Orte. Freigelassen wurden zwei Vögel bei Sam. Wie die Tiere in der Wildnis überwacht werden, ist nicht eindeutig beschrieben.

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