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Im Jezero-Krater auf dem Mars hat mindestens dreimal Wasser gewirkt

Universum und Raumfahrt ·

Illustration zur Meldung: Im Jezero-Krater auf dem Mars hat mindestens dreimal Wasser gewirkt
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Der Rover Perseverance hat ein Gesteinsband an einer früheren Seeuferlinie untersucht. Statt Ablagerungsgestein fand er magmatisches Gestein, das mindestens dreimal mit Wasser in Berührung kam. Karbonat und Kieselsäure gelten als Wegweiser bei der Suche nach früherem Leben.

Es geht um die Margin Unit im Jezero-Krater, ein Gesteinsband, das entlang einer früheren Seeuferlinie verläuft. Der Rover Perseverance hat dort über 185 Ziele im Grundgestein untersucht.

Erwartet hatte man Sedimentgestein, also Ablagerungen. Gefunden hat er magmatisches Gestein, das mindestens dreimal mit Wasser in Berührung gekommen ist.

Die Abfolge lässt sich rekonstruieren: Zuerst wirkten kohlendioxidreiche Flüssigkeiten und hinterließen Karbonatadern. Dann kam Seewasser oder verändertes Grundwasser dazu, das Kieselsäure mitbrachte. Zuletzt drangen heiße Flüssigkeiten ein, die Calciumsulfat und Fluorit ablagerten.

Karbonat und Kieselsäure sind genau die Stoffe, auf die man bei der Suche nach Spuren früheren Lebens achtet, weil sie organisches Material einschließen und erhalten können.

Veröffentlicht wurde die Arbeit am 21. September 2026 in Communications Earth & Environment.

Einordnung

Neu ist nicht der See. Dass es im Jezero-Krater einmal Wasser gab, ist der Grund, warum der Rover überhaupt dort steht. Neu ist, dass sich mehrere aufeinanderfolgende Wassersysteme unterscheiden lassen, und dass sie in Gestein wirkten, das dort niemand erwartet hatte.

Drei Einschränkungen. Die Reihenfolge der drei Ereignisse ist bestimmt, ihr Alter nicht; Zeitangaben dazu gibt es nicht. „Heiße Quellen" wäre zugespitzt: belegt sind erhitzte Flüssigkeiten im Untergrund, kein Geysir an der Oberfläche. Und gefunden wurde kein Leben und kein Hinweis darauf, sondern die Art von Gestein, in der man danach suchen würde.

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