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Die Jupiter-Sonde Juice hat die Erde gestreift, um Schwung zu holen

Universum und Raumfahrt ·

Illustration zur Meldung: Die Jupiter-Sonde Juice hat die Erde gestreift, um Schwung zu holen
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Am 28. September flog die Sonde in 8.640 Kilometern Höhe an der Erde vorbei und nutzte deren Schwerkraft, um Kurs und Tempo zu ändern.

Am 28. September 2026 flog die Sonde Juice in 8.640 Kilometern Höhe über dem Indischen Ozean an der Erde vorbei. Die Schwerkraft der Erde lenkte ihre Bahn um 20 Grad um und erhöhte ihre Geschwindigkeit um 3,5 Kilometer je Sekunde.

Von sechs eingeplanten Kurskorrekturen war nur eine kleine nötig. Der gesparte Treibstoff bleibt für die Arbeit am Jupiter übrig. Betriebsleiterin Angela Dietz: «Thanks to our very careful planning, we used only a small amount of the propellant reserved for this flyby.» Während der Vorbeiflüge schaltet die ESA alle wissenschaftlichen Instrumente zur Probe ein.

Juice startete im April 2023; es war der dritte Erdvorbeiflug, ein vierter folgt im Januar 2029. Ankunft am Jupiter ist im Juli 2031. Von dort bis November 2034 sind 35 nahe Vorbeiflüge an den Eismonden Ganymed, Europa und Kallisto geplant. Unter dem Eis dieser drei Monde werden Ozeane vermutet. Darum geht es bei der Mission.

Einordnung

Die Sonde spart keinen Treibstoff, weil sie sparsam fliegt, sondern weil die Schwerkraft der Erde die Arbeit übernimmt. Das Verfahren ist Routine, kein Kunststück.

8.640 Kilometer klingen nah, liegen aber weit außerhalb jeder Gefahr und noch deutlich unterhalb der geostationären Bahn in rund 35.800 Kilometern. Von der Atmosphäre ist die Sonde dabei weit entfernt geblieben.

Juice sucht außerdem nicht nach Leben. Sie untersucht, ob es unter dem Eis Ozeane gibt und ob dort Bedingungen für Leben herrschen könnten. Der Weg dahin ist lang: Start 2023, Ankunft 2031.

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