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Kinder werden acht Monate später trocken als in den fünfziger Jahren, und das ist ein Müllproblem

Gesellschaft ·

Illustration zur Meldung: Kinder werden acht Monate später trocken als in den fünfziger Jahren, und das ist ein Müllproblem
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Jede Minute landen weltweit 300.000 Wegwerfwindeln im Abfall. Eine Studie zeigt drei Wege, das früher zu beenden.

Ein in den fünfziger Jahren in Großbritannien geborenes Kind war im Schnitt mit zwei Jahren und vier Monaten trocken. Fünf Jahrzehnte später war es im Schnitt erst nach dem dritten Geburtstag so weit, also rund acht Monate später.

Elze Porte und Mark Miodownik vom University College London haben die Windelfrage über zweieinhalb Jahre untersucht, mit Gesprächen bei Herstellern, Behörden und Fachverbänden; erschienen ist die Arbeit in Nature Sustainability. Weltweit landen mehr als 300.000 Wegwerfwindeln je Minute im Abfall.

Die Studie nennt drei Wege. Weniger verbrauchen, etwa durch früheres Trockenwerden oder Mehrwegwindeln. Die Stoffe trennen und verwerten, also Kunststoffe, Fasern und Superabsorber. Und vollständig abbaubare Windeln, die im Industriekompost zerfallen, bei Körperwärme aber halten.

Einordnung

Das ist kein Vorwurf an Eltern. Die Studie erklärt die Verschiebung mit besser saugenden Windeln und veränderten Empfehlungen, nicht mit Bequemlichkeit. Früher trocken zu werden ist weder Selbstzweck noch ein medizinischer Rat, sondern in der Studie eine von drei Möglichkeiten.

Die Zahlen zum Trockenwerden stammen aus Großbritannien und lassen sich nicht auf Deutschland übertragen. Die 300.000 je Minute sind eine Weltzahl; sie sagt nichts über einzelne Haushalte.

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