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Kolumbien vergrößert ein Schutzgebiet an der Grenze zu Panama um mehr als das Dreifache

Natur und Umwelt ·

Illustration zur Meldung: Kolumbien vergrößert ein Schutzgebiet an der Grenze zu Panama um mehr als das Dreifache
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Das Schutzgebiet an der Karibikküste des Chocó umfasst jetzt 89.260 Hektar statt rund 26.000. Vier Jahre lang lag die Erweiterung auf Eis.

Am 20. Mai 2026 unterzeichnete die kolumbianische Umweltministerin Irene Vélez Torres die Erweiterung des Schutzgebiets an der Karibikküste des Departements Chocó. Hinzu kamen mehr als 62.000 Hektar; insgesamt umfasst das Gebiet jetzt 89.260 Hektar Meer und Küste, vorher waren es rund 26.000. Es reicht von Cabo Tiburón an der Grenze zu Panama bis zur Ortschaft San Francisco im Süden des Golfs von Darién.

Geschützt sind vier Meeresschildkrötenarten, 51 Vogelarten, acht Meeressäugerarten sowie Korallen, Muscheln, Krebse und Schwämme. Über neunzig Prozent der Korallenriffe der kolumbianischen Karibikküste des Chocó liegen in diesem Gebiet, und einer der weltweit größten Niststrände der Lederschildkröte ebenfalls.

Verwaltet wird das Gebiet gemeinsam von der Nationalparkbehörde und drei afrokolumbianischen Gemeinderäten: Cocomanorte, Cocomasur und Cocomaseco. Sie verwalten mit, sie wurden nicht bloß angehört.

Einordnung

Das Gebiet ist kleiner geworden, als es einmal geplant war. Die Erweiterung war schon Ende 2022 fertig ausgearbeitet, damals für 102.334 Hektar. Sie lag jahrelang auf Eis, weil ein geplantes Stromkabel zwischen Kolumbien und Panama auf rund zwanzig seiner 130 Kilometer durch das Gebiet führen sollte und der Betreiber nicht angehört worden war.

Was genau verboten ist, geht aus den Mitteilungen nicht hervor. Genannt wird die gemeinsame Verwaltung, nicht ein Nutzungsverbot. Und der Beschluss stammt vom Mai 2026.

Angelsächsische Quellen rechnen in Acres: 220.000 Acres sind 89.000 Hektar.

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