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Ein Mann auf Barbados feuert eine frisch geschlüpfte Schildkröte an und fasst sie absichtlich nicht an

Kurioses ·

Illustration zur Meldung: Ein Mann auf Barbados feuert eine frisch geschlüpfte Schildkröte an und fasst sie absichtlich nicht an
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Ein Video aus Barbados zeigt, wie ein Mann eine winzige Meeresschildkröte auf ihrem Weg ins Meer anfeuert wie ein Sportkommentator. Millionen haben es gesehen. Dass er sie dabei nicht anfasst, hat einen guten Grund.

Am 29. Juli 2026 filmte ein Mann am Strand von Bridgetown auf Barbados eine frisch geschlüpfte Meeresschildkröte. Das Tier kämpfte sich über den Sand, über kleine Hügel und durch Seetang in Richtung Wasser.

Der Mann nannte die Schildkröte Franklin und feuerte sie an wie ein Sportkommentator: »Let's go, Frank!« Das Video verbreitete sich in den sozialen Netzwerken und wurde viele Millionen Mal angesehen.

Was dabei auffällt: Er blieb die ganze Zeit ein paar Schritte entfernt und hob die Schildkröte nicht auf. Im Video sagt er ausdrücklich, dass man nicht eingreifen darf.

Einordnung

Warum er sie nicht einfach ins Wasser trägt, erklärt Katherine Sayler von der Naturschutzorganisation Defenders of Wildlife. Der Weg vom Nest ins Meer ist für die Schildkröte keine lästige Strecke. Auf ihm prägt sie sich ihren Heimatstrand ein.

Das hat Folgen, die erst Jahre später sichtbar werden. Weibchen kehren an den Strand zurück, an dem sie selbst geschlüpft sind, um dort ihre Eier zu legen. Das bestätigt die amerikanische Ozeanbehörde NOAA. Wer eine kleine Schildkröte zum Wasser trägt, nimmt ihr womöglich genau diese Orientierung.

Der Mann auf Barbados hat also mehr als ein lustiges Video gedreht. Er hat gezeigt, wie man es richtig macht: dabei sein, mitfiebern, aber die Schildkröte ihren Weg selbst gehen lassen.

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