Nach 13 Jahren Tüftelei: Düsseldorfer Zauberer zeigt sein erstes Brettspiel „Prestige“ in Essen
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Der Düsseldorfer Zauberer Stefan Kretschmann stellt auf der Spielemesse SPIEL in Essen sein erstes eigenes Brettspiel vor. Die Idee zu „Prestige“ hatte er 2013 bei einem Besuch im Schloss Sanssouci in Potsdam.
Stefan Kretschmann ist 45 Jahre alt, lebt in Düsseldorf und ist hauptberuflich Zauberer. Er tritt etwa bei Firmenfeiern und Hochzeiten auf. Vom 22. bis 25. Oktober 2026 steht er auf der SPIEL in Essen mit etwas anderem am Stand: seinem ersten eigenen Brettspiel „Prestige“. Jeden Messetag spielt er es dort eine Stunde lang mit Besuchern.
Die Idee kam ihm 2013 im Schloss Sanssouci in Potsdam. Ein Führer erklärte damals, wie der Adel früher um Prestige wetteiferte. Daher hat das Spiel seinen Namen. „Prestige“ ist ein Strategiespiel für zwei bis vier Personen nach dem sogenannten Worker-Placement-Prinzip, bei dem man Arbeiter einsetzt, um voranzukommen. In „Prestige“ engagiert man Arbeiter, baut Räume aus und richtet sein Schloss ein.
Der Weg bis zur Messe war nicht gerade. Die ersten Verlage fanden den Entwurf noch nicht rund. Kretschmann überarbeitete das Spiel, danach gab es mehrere Interessenten. Er entschied sich für einen kleinen Verlag. Nach einer Crowdfunding-Kampagne, bei der Unterstützer die Herstellung vorab mitfinanzieren, erscheint „Prestige“ nun.
Vom Spieleerfinden leben nur wenige. Laut Hermann Hutter vom Branchenverband Spieleverlage e.V. sind es in Deutschland rund 30 Autoren. Im Schnitt bekommen sie etwa einen Euro pro verkauftem Spiel. Kretschmann sagt selbst, das Geldverdienen sei für ihn nebensächlich.
„Prestige“ ist ein erfüllter Traum, noch kein Verkaufserfolg. Ob sich das Spiel gut verkauft, ist offen.
Die 13 Jahre zählen ab der ersten Idee im Jahr 2013. Kretschmann hat in dieser Zeit nicht ununterbrochen an dem Spiel gearbeitet.