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Norwegen stellt 1.848 Quadratkilometer Meer unter Schutz, so viel wie nie zuvor

Natur und Umwelt ·

Illustration zur Meldung: Norwegen stellt 1.848 Quadratkilometer Meer unter Schutz, so viel wie nie zuvor
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Das Gebiet Andfjorden beherbergt Kaltwasserkorallen, Wale und Seevögel. Der Beschluss gilt seit dem 18. September.

Am 18. September 2026 beschloss die norwegische Regierung per königlicher Resolution das Meeresschutzgebiet Andfjorden. Es umfasst 1.848,5 Quadratkilometer in den Gemeinden Andøy, Harstad und Senja und ist damit Norwegens größtes Meeresschutzgebiet, etwa zweimal die Fläche Berlins.

Geschützt wird ein durchgehender Streifen von der Küste bis ins offene Meer, mit Korallenriffen, Korallenwald, Schwammwäldern und Seefederkolonien. Das Gebiet ist Laich-, Aufwuchs- und Weidegrund vieler Fischarten und beherbergt große Bestände an Walen und Seevögeln.

In eigens ausgewiesenen Referenzflächen ist die Fischerei mit aktivem Bodengerät verboten, also Grundschleppnetz, Wade und Garnelentrawl. Eine große Schutzzone gilt für besonders empfindliche Meeresbodennatur, darunter ein Unterwasserrücken mitten im Andfjord und ein Bambuskorallenwald vor Kvalnes. Rechtsgrundlage ist Paragraf 34 des norwegischen Naturvielfaltgesetzes.

Einordnung

Das ist kein Fischereiverbot für das ganze Gebiet. Verboten ist aktives Bodengerät, und zwar in den ausgewiesenen Referenzflächen. Wer sagt, Norwegen verbiete die Fischerei auf 1.848 Quadratkilometern, behauptet etwas anderes als das, was beschlossen wurde.

Zu Bergbau am Meeresboden und zu Erdölbohrungen steht in den zugänglichen Unterlagen nichts. Die Zahlen stammen aus der Verordnung und von der Umweltdirektion.

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