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Physik-Nobelpreis für den Mann hinter dem Neutrino-Detektor im Eis des Südpols

Wissenschaft ·

Illustration zur Meldung: Physik-Nobelpreis für den Mann hinter dem Neutrino-Detektor im Eis des Südpols
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Der Physik-Nobelpreis 2026 geht an Francis Halzen, den leitenden Wissenschaftler des Neutrino-Detektors IceCube im Eis des Südpols. Mit IceCube gelang der erste Nachweis hochenergetischer Neutrinos aus dem All.

Am 6. Oktober 2026 hat die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften den Physik-Nobelpreis an Francis Halzen vergeben. Ausgezeichnet wird er für entscheidende Beiträge zum IceCube-Neutrino-Observatorium und zur Entdeckung hochenergetischer Neutrinos aus dem All. Halzen wurde 1944 in Tienen in Belgien geboren, ist 82 Jahre alt, promovierte 1969 in Löwen und forscht an der University of Wisconsin–Madison. Er erhält den Preis allein; laut Scientific American ging der Physik-Nobelpreis zuletzt 1992 an eine einzelne Person.

Neutrinos sind winzige Teilchen, die fast ungehindert durch Materie fliegen. IceCube ist ein Detektor aus rund einem Kubikkilometer Eis am Südpol. Tausende Lichtsensoren in Glaskugeln hängen an langen Kabeln tief im Eis. Trifft ein Neutrino auf ein Atom, entsteht ein Lichtblitz, und die Sensoren fangen ihn auf. Halzen stellte die Idee 1988 erstmals vor, seit 2011 ist IceCube vollständig in Betrieb.

Deutschland stellt laut dpa nach den USA das zweitgrößte nationale Kontingent der IceCube-Kollaboration, unter anderem mit DESY und dem Karlsruher Institut für Technologie. Deutsche Gruppen entwickelten zentrale Bauteile. Halzen erhielt 2006 den Helmholtz-Humboldt-Forschungspreis und arbeitete am DESY in Zeuthen mit Christian Spiering zusammen.

Das Preisgeld beträgt laut dpa 12 Millionen Kronen, rund eine Million Euro. Verliehen wird der Preis am 10. Dezember in Stockholm.

Einordnung

IceCube ist das Werk einer Kollaboration mit Hunderten Forschenden. Der Preis würdigt Halzens entscheidende Beiträge, nicht eine Arbeit, die er allein geleistet hätte. Halzen ist in Belgien geboren und forscht in den USA.

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