Rekord-Weinlese auf Schloss Rattey: 230 Tonnen Trauben
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Das Weingut Schloss Rattey bei Woldegk hat 2026 rund 230 Tonnen Trauben geerntet, so viel wie noch nie. Laut Weingutleiter Stefan Schmidt ist das mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr.
Rund 230 Tonnen Trauben hat das Weingut Schloss Rattey bei Woldegk im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in diesem Jahr geerntet. So viel war es dort noch nie, berichtete der NDR am 20. Oktober 2026. Weingutleiter Stefan Schmidt sagt, das sei mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr. Aus den Trauben sollen rund 175.000 Liter Wein werden.
Der wichtigste Grund für die große Menge: Zum ersten Mal tragen alle 175.000 Rebstöcke des Weinguts Trauben. Junge Rebstöcke liefern in den ersten Jahren nach dem Pflanzen noch keine volle Ernte, deshalb wächst die Menge mit jedem Jahrgang, in dem weitere Stöcke ertragsfähig werden. Angebaut werden 16 Rebsorten auf 35 Hektar, von Solaris über Muscaris bis Regent. Im nächsten Jahr sollen weitere Flächen dazukommen. Dazu kommt, dass das Vorjahr schwach ausgefallen war, der Vergleich fällt deshalb besonders deutlich aus.
„Lesen“ heißt im Weinbau ernten. Den Großteil der Trauben hat ein Vollernter gelesen, eine Erntemaschine, die durch die Rebzeilen fährt. Nur für besondere Roséweine wurde von Hand gelesen. Dabei half der Ratteyer Winzerverein.
Es geht um ein einzelnes Weingut, nicht um den Weinbau in der ganzen Region. Die Rekordmenge liegt vor allem daran, dass erstmals alle Rebstöcke tragen und das Vorjahr schwach war. Ein besonderes Wetter- oder Klimaereignis steckt nicht dahinter.
Die 175.000 Liter sind eine Schätzung des Weinguts für die erwartete Weinmenge, noch kein abgefüllter Wein. Dass die Zahl genauso hoch ist wie die der Rebstöcke, ist Zufall.