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Auf einer Straße in Edinburgh waren morgens erstmals mehr Räder unterwegs als Autos

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Illustration zur Meldung: Auf einer Straße in Edinburgh waren morgens erstmals mehr Räder unterwegs als Autos
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

An einer Zählstelle der schottischen Hauptstadt überholten die Räder an einem Morgen im Mai die Autos. Getrennte Radwege und Leihräder mit Motor haben den Anteil über Jahre steigen lassen.

Am 13. und 14. Mai 2026 zählte Cycling Scotland 48 Stunden lang an Straßen in ganz Schottland. Auf der Leith Walk in Edinburgh waren zwischen acht und neun Uhr morgens zum ersten Mal mehr Räder unterwegs als Autos.

An der York Place in Edinburgh lag der Radanteil bei 4,7 Prozent aller Fahrten, der höchste dort je gemessene Wert; im Mai 2021 waren es 2,1 Prozent. In Glasgow erreichten drei Straßen mit neuen getrennten Radwegen ihre höchsten Radanteile: die Clyde Street 13,6 Prozent, die Garscube Road 6,2 Prozent und die Victoria Road 16,6 Prozent. Auf der Victoria Road fuhren 38 Prozent mehr Räder am Tag als im Jahr davor.

In den zwei Zähltagen kamen insgesamt rund 67.000 Radfahrten zusammen, 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Leihsystem mit Motorrädern kam seit dem September davor auf 1,46 Millionen Fahrten.

Einordnung

Eine Straße, eine Stunde, ein Tag. Es geht um die Leith Walk zwischen acht und neun Uhr am 13. oder 14. Mai — nicht um Edinburgh, nicht um den ganzen Berufsverkehr, nicht um einen Dauerzustand. Wer sagt, in Edinburgh führen mehr Leute Rad als Auto, behauptet etwas Falsches.

Der Spitzenwert an der York Place liegt bei 4,7 Prozent. Das ist der höchste je gemessene Wert und zeigt zugleich, wie klein die Anteile insgesamt noch sind. Gezählt wurde im Mai, bei gutem Wetter; ein Jahreswert ist das nicht.

Die Zahlen stammen von Cycling Scotland. Das ist die Stelle, die zählt, zugleich aber eine Organisation, die das Radfahren fördert.

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