Studenten haben das erste frei fliegende Sonnensegel im All entfaltet
Universum und Raumfahrt ·
Ein 57 Zentimeter großes Segel, dünner als ein Blatt Papier, hat sich in der Erdumlaufbahn entfaltet. Gebaut haben es Studenten.
Studenten der Cornell University haben mit Alpha CubeSat das erste frei fliegende Sonnensegel im Erdorbit entfaltet. Der Satellit startete am 14. September 2025 zur Raumstation und wurde am 2. Dezember 2025 von dort ausgesetzt.
Das Segel misst 57,5 mal 57,5 Zentimeter und ist 0,04 Millimeter dünn. Mit vier winzigen Chip-Rechnern wiegt das Ganze weniger als hundert Gramm. In der niedrigen Umlaufbahn hielt es nur wenige Tage, dann bremste die Restatmosphäre es ab und es fiel zurück.
Neu ist außerdem, dass Fahrzeuge dieser Größe vollständige Datenpakete zur Erde gefunkt haben. Das Programm lief zehn Jahre und hat mehr als hundert Studenten praktische Erfahrung gebracht. Ein zweiter Versuch, Sailing to the Stars, kam mit Crew-11 zur Station.
Von interstellaren Reisen ist hier nicht die Rede, auch wenn die Überschrift der Mitteilung das nahelegt. Was geschah: Ein 57 Zentimeter großes Segel hielt wenige Tage in der Erdumlaufbahn. Bis zu einer Reise zu einem anderen Stern liegen Jahrzehnte und ungelöste Probleme dazwischen.
Das Segel ist auch nicht abgestürzt, weil etwas schiefging. In dieser Höhe bremst die Restatmosphäre jedes so leichte Objekt binnen Tagen ab; das war eingeplant.
Entfaltet wurde es im Dezember 2025. Neu ist im September 2026 die veröffentlichte Auswertung, nicht der Versuch. Es war ein Universitätsprojekt mit NASA-Förderung.