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Ein südafrikanisches Weingut schickt seit Jahrzehnten Enten statt Gift in die Reben, jetzt ziehen die Nachbarn nach

Natur und Umwelt ·

Illustration zur Meldung: Ein südafrikanisches Weingut schickt seit Jahrzehnten Enten statt Gift in die Reben, jetzt ziehen die Nachbarn nach
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Zweimal am Tag zieht auf dem Weingut Vergenoegd Löw eine Kolonne von rund tausend Laufenten in die Weinberge und frisst Schnecken und Insekten von den Reben. Was dort seit den 1980er Jahren üblich ist, übernehmen jetzt auch Betriebe in der Umgebung.

Das Weingut Vergenoegd Löw liegt im Westkap in Südafrika. Zweimal am Tag zieht dort eine Kolonne von rund tausend Indischen Laufenten in die Weinberge. Besucher können dabei zusehen.

Die Enten suchen die Reben nach Schnecken, Blattläusen und Würmern ab. Mit ihren langen Hälsen erreichen sie auch die Triebe, die an Drähten hochgebunden sind.

Die Rasse wurde ursprünglich in Indonesien gezüchtet, um Schädlinge aus Reisfeldern zu holen. Auf Vergenoegd Löw arbeiten die Enten seit den 1980er Jahren. Dazu kommen Schafe und Rinder, die Gras und Unkraut kurz halten und mit ihrem Dung den Boden düngen.

Neu ist, dass die Methode sich ausbreitet. Laut der Nachrichtenagentur AFP haben inzwischen fünf bis zehn Betriebe in der Umgebung Enten von dem Weingut gekauft.

Einordnung

Die Idee ist alt, und darin liegt ihre Stärke. Laufenten wurden für genau diese Arbeit gezüchtet, und auf Vergenoegd Löw ist über vier Jahrzehnte erprobt, dass sie funktioniert.

Man sollte sie aber nicht größer machen, als sie ist. Die Enten fressen Schnecken und Insekten. Dass das Weingut deshalb ganz auf Spritzmittel verzichtet, sagt keine der Quellen.

Die eigentliche Nachricht ist eine leise: Eine Methode, die ein einzelner Betrieb seit vierzig Jahren pflegt, findet Nachahmer. Sie verbreitet sich nicht über ein Förderprogramm, sondern über den Zaun zum Nachbarn.

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