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Wildkameras zeigen, wie Schimpansenmütter ihren Jungen das Werkzeug reichen

Natur und Umwelt ·

Illustration zur Meldung: Wildkameras zeigen, wie Schimpansenmütter ihren Jungen das Werkzeug reichen
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

In einem Schutzgebiet im Senegal wurde gefilmt, wie eine Mutter ihr Junges an das Ameisennest holt und es machen lässt.

Im Dindefelo Community Nature Reserve im Senegal stehen an mehr als einem Dutzend Stellen Wildkameras. Über acht Jahre wurden damit 33 Fälle aufgezeichnet, in denen ein Schimpanse einem anderen ein Werkzeug reichte oder es vormachte.

Meist gaben erwachsene Tiere, oft Mütter, den Jungen einen Stock, mit dem sich Ameisen oder Algen herausfischen lassen. In einigen Fällen gaben auch Jungtiere das Werkzeug weiter, in wenigen Säuglinge an Jungtiere. Ein gefilmtes Beispiel zeigt die Mutter Soukki, die ihre Tochter Saisai an ein Ameisennest holt und sie machen lässt.

Die Arbeit stammt von Andreu Sánchez-Megías vom Jane Goodall Institute Spain und erschien 2026 in Frontiers in Psychology. Jane Goodall hatte 1960 bei dem Schimpansen David Greybeard zum ersten Mal beobachtet, dass Tiere Werkzeug herstellen und benutzen.

Einordnung

Die Forschenden selbst sagen nicht «lehren», sondern unterrichtsähnlich. Lehren im menschlichen Sinn setzt voraus, dass der Lehrende weiß, was der andere nicht weiß, und das ist hier nicht bewiesen. Beschrieben wird, was auf dem Film zu sehen ist.

33 Fälle in acht Jahren sind wenig. Das ist kein alltägliches Verhalten, sondern eines, das man lange suchen muss. Prozentangaben zu den einzelnen Gruppen stehen hier bewusst nicht, weil zwölf Prozent von 33 Fällen vier Fälle sind.

Mit Jane Goodalls eigener Entdeckung von 1960 hat das nichts zu tun: Die betraf den Werkzeuggebrauch selbst, nicht die Weitergabe.

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