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Aus dem Wildtierhandel gerettet, ausgewildert, jetzt Mutter: Gorilla Lulingu bekommt im Kongo ein Junges

Natur und Umwelt ·

Illustration zur Meldung: Aus dem Wildtierhandel gerettet, ausgewildert, jetzt Mutter: Gorilla Lulingu bekommt im Kongo ein Junges
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

Das Gorillaweibchen Lulingu, das als Jungtier aus dem illegalen Wildtierhandel befreit wurde, hat im Virunga-Nationalpark ein Junges bekommen. Vater ist ein wilder Silberrücken, ein Zeichen, dass die wilde Gruppe Lulingu aufgenommen hat.

Am 21. Mai 2026 hat das Grauer-Gorilla-Weibchen Lulingu am Mount Tshiaberimu im Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo ein Junges zur Welt gebracht. Bekannt gegeben wurde die Geburt am 10. September 2026. Grauer-Gorillas heißen auch Östliche Flachlandgorillas. Laut Jackson Kabuyaya Mbeke, dem Direktor des Schutzzentrums GRACE, sind Mutter und Junges wohlauf. Einen Namen sollen die Menschen vor Ort vorschlagen.

Lulingu wurde 2016 im Alter von 18 Monaten von der kongolesischen Naturschutzbehörde ICCN und den Gorilla Doctors aus dem illegalen Wildtierhandel befreit. Aufgezogen wurde sie im Schutzzentrum GRACE in Kasugho. Ende 2024 wurde sie zusammen mit drei weiteren Weibchen, Isangi, Mapendo und Ndjingala, an den Mount Tshiaberimu umgesiedelt. Sie gehört zu den ersten Östlichen Flachlandgorillas, die überhaupt erfolgreich ausgewildert wurden, also aus menschlicher Obhut zurück in die Natur gebracht.

Der Vater des Jungen ist Mwasa, ein wilder Silberrücken vom Berg. Silberrücken heißen die erwachsenen Männchen. Dass Lulingu mit Mwasa ein Junges hat, zeigt, dass sie in die wilde Gruppe aufgenommen wurde.

Für die Art zählt jedes Tier. Der Bestand der Grauer-Gorillas ist laut Naturschützern bis 2015 um 77 Prozent auf etwa 3.800 Tiere gefallen. Seit 2016 gilt die Art als vom Aussterben bedroht.

Einordnung

Die Geburt liegt schon einige Monate zurück und wurde im September öffentlich gemacht. Es ist das erste Junge eines ausgewilderten Weibchens in diesem Wiederansiedlungsprojekt, aber kein weltweites Erstmals für Gorillas. Für den Bestand der Art ist ein einzelnes Junges ein kleiner Schritt; es zeigt, dass ausgewilderte Gorillas in einer wilden Gruppe Nachwuchs bekommen können.

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