Aus aller WeltIm Video

Ein winziges Felskänguru läuft nach fünfzig Jahren wieder in eine Wildkamera

Natur und Umwelt ·

Illustration zur Meldung: Ein winziges Felskänguru läuft nach fünfzig Jahren wieder in eine Wildkamera
Illustration aus der Folge, mit KI erzeugt

In der Kimberley-Region in Westaustralien ist ein Nabarlek nachgewiesen worden, Australiens zweitkleinstes Felskänguru. Auf dem Festland dort hatte es seit über fünfzig Jahren keinen Nachweis mehr gegeben. Sicherheit brachte erst die DNA aus frischem Kot.

Der Nabarlek (Petrogale concinna) ist Australiens zweitkleinstes Felskänguru: rund 1,2 Kilogramm schwer, etwa 36 Zentimeter lang, ungefähr so groß wie ein Brotlaib.

Nachgewiesen wurde er jetzt an zwei Orten in der Kimberley-Region in Westaustralien, rund 170 Kilometer voneinander entfernt. Auf dem Festland von Dambeemangaddee Country waren die letzten historischen Funde 1954 und 1972 gemacht worden.

Der Nachweis lief über zwei Wege. Kamerafallen lieferten die Bilder. Weil es aber zwei ähnliche Arten gibt, die sich auf einem Foto leicht verwechseln lassen, wurde zusätzlich DNA aus frischen Kotproben untersucht. Erst damit war die Bestimmung sicher.

Die Arbeit läuft gemeinsam mit der Dambimangari Aboriginal Corporation.

Einordnung

Der Doppelweg aus Kamera und DNA ist der interessante Teil. Ein Foto allein hätte eine Meldung ergeben, über die sich hinterher streiten lässt. Die Kotprobe macht daraus einen Nachweis.

Zwei Dinge gehören zur Einordnung. Das Tier ist kein Känguru im landläufigen Sinn, sondern ein Felskänguru von der Größe eines Brotlaibs. Und die Art war nie weltweit verschwunden; die fünfzig Jahre gelten für diese Region.

Wie viele Tiere dort leben, ist unbekannt. Für die neuen Vorkommen gibt es keine Bestandszahl.

Weitersagen WhatsApp