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Zähne von zwei Tyrannosauriern ergeben 36,3 Grad Körpertemperatur, mit 2,5 Grad Unsicherheit

Wissenschaft ·

Ein Team der University of California in Los Angeles hat den Zahnschmelz von zwei Tyrannosauriern aus Montana vermessen. Im Mittel ergibt sich eine Körpertemperatur von 36,3 Grad Celsius, bei einer Unsicherheit von 2,5 Grad. Krokodilzähne aus derselben Gesteinsschicht ergeben im Mittel 30,9 Grad.

Ein Team der University of California in Los Angeles hat am 18. September 2026 in der Fachzeitschrift Science Advances Körpertemperaturen für Tyrannosaurus rex veröffentlicht.

Gemessen wurde an drei Zähnen von zwei Tieren aus der Hell-Creek-Formation in Montana. Das Verfahren heißt Clumped-Isotope-Thermometrie: Gezählt wird, wie oft schwerer Kohlenstoff und schwerer Sauerstoff im Karbonat des Zahnschmelzes direkt aneinander gebunden sind. Je wärmer der Schmelz entstand, desto seltener ist diese Paarung.

Der Mittelwert der drei Zähne liegt bei 36,3 Grad Celsius, mit einer angegebenen Unsicherheit von 2,5 Grad; die Einzelwerte liegen bei 37,3, 35,9 und 34,7 Grad. Fünf Krokodilzähne aus derselben Formation ergeben im Mittel 30,9 Grad, Muschelschalen für die Umgebung 25,9 Grad.

Zum Vergleich nennt die Studie indische und afrikanische Elefanten mit 36,0 und 36,2 Grad und Strauße mit 38,1 bis 39,7 Grad.

Einordnung

Der Wert liegt deutlich über der Umgebungstemperatur und über dem, was die Krokodile aus derselben Schicht zeigen. Das ist der eigentliche Befund: nicht eine Zahl, sondern ein Abstand. Die Autoren zählen ihn zu den Belegen dafür, dass Tyrannosaurus rex gleichwarm war, seine Körpertemperatur also weitgehend konstant hielt.

Bewiesen ist damit nichts. Die Studie schreibt, die Körpertemperatur allein sage nichts Eindeutiges über den Stoffwechsel; ein Tier von über drei Tonnen kann allein durch seine Masse warm bleiben. Der Wert stammt zudem von zwei Tieren, nicht von der Art, und die drei Zähne streuen zwischen 34,7 und 37,3 Grad. Das Wort „Warmblüter“ stammt aus der Berichterstattung, nicht aus der Studie.

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